Das Hauptgewässer des Gewässerunterhaltungsverbandes Schwarze Au - Amelungsbach, die Schwarze Au. Die Schwarze Au ist als Nebengewässer der Bille als naturnaher Wasserkörper ausgewiesen und als Vorranggewässer eingestuft. Sie gilt als besonders wertvoll, was das Wiederbesiedlungspotential des Oberlaufes betrifft. Der GUV Schwarze Au - Amelungsbach beauftragte das Ingenieur Büro Dr. Lehners + Wittorf aus Lübeck mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie. Diese umfasste die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an den Bauwerken:
Diese Bauwerke stellen nach einer Reihe von bisher an der Schwarzen Au bereits umgesetzten Maßnahmen die letzten großen Hindernisse für Wanderaktivitäten aquatischer Lebewesen dar. Die großen Absturzhöhen (4,90 m in Aumühle bzw. 2,90 m in Friedrichsruh) und die komplizierten räumlichen Abhängigkeiten (Naturschutz, Denkmalschutz, Eigentumsverhältnisse, touristische Nutzung usw.) machen die Erstellung dieser Studie für das Vorhaben erforderlich.
Für die Stauanlage in Aumühle an der Bismarckmühle wurden vier Varianten einer Bewertung nach biologischen, hydraulischen, gestalterischen Gesichtpunkten sowie Maßgaben der Standsicherheit und des Flächenbedarfs unterzogen. Gleiches wurde mit den drei Varianten für die Stauanlage am Schlossteich in Friedrichsruh vorgenommen.
Zur Erreichung der Ziele der EU-WRRL wurde für jede Stauanlage jeweils eine Vorzugsvariante herausgearbeitet. Diese Vorzugsvarianten verfolgen die Ziele der WRRL und sollen die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit dienen.
Der Gewässerunterhaltungsverband Schwarze Au - Amelungsbach erhielt für diese Machbarkeitsstudie die Zustimmung der beiden Eigentümer der Stauanlagen, Ferdinand Fürst von Bismarck und Maximilian Graf von Bismarck. Die Ergebnisse wurden ebenfalls mit allen Trägern öffentlicher Belange und der Gemeinde Aumühle abgestimmt.
Die Machbarkeitsstudie wurde im Herbst 2009 abgeschlossen. Im Jahr 2010 sollen die Vorzugsvarianten der beiden Stauanlagen zur genehmigungsreifen Planung ausgearbeitet werden.